Vorbereitung auf das digitale Vorstellungsgespräch

Was für ein paar Firmen bereits Gang und Gebe war, ist für viele Unternehmen und deren Bewerber neu, aber aufgrund der momentanen Situation so aktuell wie nie zuvor – das digitale Bewerbungsgespräch.

Was ist das?

Als Ersatz zum persönlichen Gespräch vor Ort, greifen die Unternehmen zu Videocalls um sich einen Eindruck vom Bewerber zu schaffen.
Doch hierbei kommen einige Herausforderungen auf die Bewerber zu.

Was Sie als Bewerber beachten müssen, um erfolgreich und ohne Pannen durch das Video-Gespräch zu kommen, zeigen wir in diesem Artikel.

1. Technische Voraussetzungen

Vorab sollte geklärt werden, über welches Tool das Vorstellungsgespräch stattfinden wird. So kann dies gegebenenfalls rechtzeitig installiert und eingerichtet werden, sodass es beim Termin nicht zu Verzögerungen kommt.

Vor dem Vorstellungsgespräch sollte das Tool rechtzeitig geöffnet und alle anderen Programme beendet werden, um ungeahnte Software-Updates und Neustarts zu vermeiden.

Um souverän aufzutreten ist es hilfreich, sich vorher mit dem Tool vertraut zu machen und ein paar Testcalls mit Freunden durchzuführen.

So können auch Webcam und Mikrofonkonfiguration getestet werden. Dafür sollte am besten die Tageszeit gewählt werden, zu welcher auch das Gespräch stattfindet, um zu sehen, wie die Lichtverhältnisse in der Webcam aussehen. Aber nicht nur die Lichtverhältnisse spielen in der Webcam eine Rolle.

Wenn das alles steht, sollten die Gedanken auf die Umgebung gerichtet werden.

2. Umfeld

Bei einem Videocall erhält der potentielle neue Arbeitgeber zwangsläufig Einblicke in das private Umfeld des Bewerbers.

Es ist also wichtig, dass das sichtbare Umfeld aufgeräumt und sauber ist. Besser noch, wenn der ganze Raum, in dem der Call stattfindet ordentlich ist. Das wirkt sich auf das eigene Befinden aus.

Aber nicht nur die Optik des Hintergrundes spielt eine Rolle. Ebenso zu beachten sind mögliche Hintergrundgeräusche und die Akustik.

Straßengeräusche oder spielende Nachbarskinder können die Unterhaltung stören. Genau wie ein Raum, in dem es sehr hallt, hindet einen flüssigen Austausch.

Das Umfeld ist jedoch nicht das einzige, was sauber und ordentlich wirken sollte. Der Bewerber selbst steht am Ende immer noch im Mittelpunkt.

3. Selbstdarstellung

So verlockend es auch sein mag, obenrum im Hemd und untenrum in der bequemen Jogginghose am Call teilzunehmen, sollte sich so vorbereitet und gekleidet werden, als würde das Gespräch persönlich vor Ort stattfinden – man ist nur so produktiv und erfolgreich wie man sich fühlt.

Zudem sollten sehr feine, detaillierte Muster und zu helle, grelle Farben vermieden werden, da diese zu einer schlechten Darstellung in der Kamera führen können.

Wer sich auch über sein Umfeld profilieren möchte und wem Sauberkeit und Ordnung nicht genug ist, der sollte sich über alles bewusst sein, was im Hintergrund steht.

Das Fachwissen soll durch besondere Bücher glänzen? Dann sollten auch mögliche Fragen zu diesen beantwortet werden können, sonst wird dieser Trick ganz schnell durchschaut.

Daneben gibt es aber noch viele Kleinigkeiten, die dem Gespräch den letzten Feinschliff verleihen.

4. Kleinigkeiten

Das Handy sollte auf lautlos, aber nicht ganz ausgestellt werden. Klingeln oder Vibration während des Gespräches stören, ist das Handy aber vorab komplett ausgeschaltet könnte es sein, dass der potentielle Arbeitgeber vor dem Call noch versucht sie telefonisch zu erreichen, da es Komplikationen oder Änderungen gibt. Wenn das nicht möglich ist, kommt es zu Problemen.

Außerdem sollte auf dem Schreibtisch alles parat sein, was zwischendurch gebraucht werden könnte. Es stört den Gesprächsfluss und wirkt unvorbereitet, wenn jemand mitten im Gespräch aufstehen muss, um sich ein Glas Wasser oder noch etwas zum Schreiben zu holen.

Vorab eine Liste anzufertigen, kann hilfreich sein, damit wirklich nichts vergessen wird.

Stift und Zettel? Handy? Glas Wasser? Taschentuch? Eigener Lebenslauf und Arbeitszeugnisse? Stellenausschreibung und vielleicht auch eine Firmenbeschreibung? Fragen an das Unternehmen?

Zusammenfassung

Es gibt also verschiedene Punkte, die zu beachten sind.

Wenn ein Videocall ansteht muss sich also vorab mit dem Tool vertraut gemacht und dafür gesorgt werden, dass eine gute Internetverbindung steht. Alles, was am Endgerät für mögliche Störungen sorgen könnte, wie zum Beispiel Updates, sollte vorab beendet werden.

Eine Prüfung des Kamerabildesmit Lichtverhältnissen und Mustern, sowie des Mikrofons lässt sich gut bei Testcallsmit Freunden durchführen. Dadurch wird gleichzeitig gelernt, souverän mit dem geforderten Tool umzugehen.

Das Umfeld sollte vorab gezielt ausgewählt werden. Ein leiser, aufgeräumter Raum bietet sich sehr an. Wenn der Hintergrund fachlich passend gestaltet werden soll, muss darauf geachtet werden, dass auch Input zu möglichen Fragen gegeben werden kann.

Bei der Wahl des Outfits sollte auf die Farben und Muster geachtet werden, was im oben erwähnten Testcall ausprobiert werden kann. Auch sollte das Outfit nicht beim Kameraausschnitt aufhören, um das Szenario für sich selbst möglichst echt zu gestalten.

Bei der Vorbereitung von möglichen benötigten Utensilien hilft eine Checkliste, damit in der Aufregung nichts vergessen wird.

Das Handy sollte an, aber auch lautlos gestellt werden, damit während des Gesprächs niemand stört, vorher das Unternehmen aber die Möglichkeit hat, den Bewerber im Notfall zu erreichen.

Wenn diese Punkte beachtet werden, steht einem erfolgreichen digitalen Bewerbungsgespräch nichts mehr im Weg!