Als fleißiger Leser dieses Blogs, weißt du wie wichtig Arbeitszeugnisse sind: Sie gehören in jede gute Bewerbung und werden von Personalverantwortlichen äußerst geschätzt, da sie Aufschluss darüber geben, wie du dich in der Vergangenheit in Teams eingebracht hast. In einigen Branchen mindestens genauso wichtig: Das gute alte Portfolio. Denn eine Sammlung deiner besten Arbeiten zeigt deinen zukünftigen Arbeitgebern, was sie für einen Output von dir erwarten können.

Im kreativen Berufsfeld sind Portfolios schon lange nicht mehr wegzudenken. Der Arbeitgeber sieht dein Können anhand von Beispielen und kann dich besser einschätzen. Doch auch in anderen Berufsfeldern ist es hilfreich, einen Überblick über bisherige Projekte zu geben. Hier hast du die Chance, dich von den restlichen Bewerbern abzuheben.

Während Fotografen ihre besten Fotos zur Schau stellen, Designer ihre bis dato entwickelten Corporate Identitys zeigen, Entwickler verwirklichte Webseiten präsentieren, können auch BWLer umgesetzte Projekte, wie beispielsweise die Erstellung einer Finanzplanung in Excel, zeigen. Es gibt kaum ein Feld, in dem nicht in irgendeiner Form projektweise gearbeitet wird.

Das digitale Portfolio

Die klassische Art des Portfolios ist eine Mappe mit deinen Arbeiten. Da heutzutage viele Bewerbungen per E-Mail verschickt werden, bietet es sich natürlich an, das Portfolio digital im Anhang mit zu senden. Außerdem kannst du deine Arbeit auf einer eigenen Webseite präsentieren. Ob du dich für die analoge oder digitale Version entscheidest, bleibt dir überlassen. In jedem Fall solltest du folgende Punkte im Hinterkopf behalten.

Bei der Auswahl deiner Projekte kommt es letztlich darauf an welche Ergebnisse deine Fähigkeiten am besten zeigen. Auf welche Projektergebnisse bist du sehr stolz? Versuche verschiedene Bereiche deines Könnens zu zeigen, aber dabei die Anhänge auf das jeweilige Jobangebot anzupassen. Denn den Arbeitgeber interessieren vor allem Kenntnisse, die relevant für den Job sind.

Qualität vor Quantität

Wie so oft gilt hierbei: Qualität vor Quantität. Achte darauf zu alte Projekte nicht in dein Portfolio aufzunehmen und generell die Auswahl klein zu halten. Ein paar Projektergebnisse mit guter Qualität kommen besser an, als eine Menge mittelmäßige Projekte. Es schadet nicht ein paar Angaben zum Projekt zu machen, zum Beispiel über den Auftraggeber, den Auftrag selbst und deinem Vorgang beim Projekt, aber auch hier gilt: nicht zu viel!

Bei der Erstellung deines Portfolios solltest du sicherstellen, dass die Reihenfolge, in der du deine Projekte vorstellst, passend ist. Bei digitalen Portfolios ist es wichtig, die Dateien in Formaten wie PDFs zu verschicken, damit sie für jeden einfach zu öffnen sind und der Inhalt genauso präsentiert wird, wie du es vorgesehen hast. Gegebenenfalls müssen Fotos herunter gerechnet werden, damit der E-Mail Anhang nicht zu groß ist oder damit sie auf die Webseite gestellt werden können. Eine Ausnahme sind Webprojekte, bei denen du sinnvollerweise direkt verlinken kannst.

Auch Uni- und Freizeitobjekte können genutzt werden

Jetzt denkst du dir möglicherweise, dass du beim Start ins Berufsleben noch gar keine Projekte vorzuweisen hast, aber die Angst können wir dir nehmen. Schließlich kannst du für dein Portfolio auch auf Uniprojekte zurückgreifen oder Arbeiten zeigen, die du in deiner Freizeit umgesetzt hast. Als Studierender hast du möglicherweise auch schon als Freelancer einzelne Projekte umgesetzt und dich so nicht nur um dein Portfolio, sondern auch deinen Geldbeutel gekümmert.